Stolpersteine 6.12.2014 "Defamierung im Münchner Alten Rathaus"

Nachdem meinem Mann und mir – wir haben sieben Jahre lang die Bürgerinitiative zur Verlegung von Stolpersteinen in München getragen – 2013 der Zutritt zur öffentlichen Erinnerung an die Pogrome am 9./10. November 1938 auf Betreiben der Israelitischen Kultusgemeinde mit der Begründung, „man habe seine Vorschriften", verwehrt wurde und nachdem uns die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde vor einigen Jahren bei einer Chanukka-Feier als „Gedenktäter" beschimpft hat, sind wir am 5. Dezember 2014 bei der Stolperstein-Anhörung im Alten Rathaus von der Vertreterin der Israelitischen Kultusgemeinde vom Podium aus als „antiisraelisch" und „Palästina-Sympathisantin" beschimpft  worden.

Read more

Leserbrief an die SZ v.13.8.15 Israel und Iran

Die eigene Rolle gefunden Endlich hat der Westen, und vor allem die deutsche Diplomatie, zu ihrer Rolle gefunden. Nach dem Abkommen mit Iran wäre zu wünschen, dass sich der Westen jetzt dem israelisch-palästinensischen Konflikt widmet. Nicht von Iran, sondern von der eigenen Politik geht die Gefahr für Israel aus.

Read more

Sz vom 13.8.2015, Seite 22 FORUM – „Israel und Iran“

Die eigene Rolle gefunden

Endlich hat der Westen, und vor allem die deutsche Diplomatie, zu ihrer Rolle gefunden. Nach dem Abkommen mit Iran wäre zu wünschen, dass sich der Westen jetzt dem israelisch-palästinensischen Konflikt widmet. Nicht von Iran, sondern von der eigenen Politik geht die Gefahr für Israel aus. Deshalb sollte man auch hier nicht auf die Einwände der israelischen Regierung eingehen, sondern dafür sorgen, dass die Palästinenser in der Westbank, im Gazastreifen und in Israel dieselben Rechte wie die jüdischen Israelis erhalten. Damit könnte sich auch Israel wieder vor dem eigenen Niedergang schützen.

Judith Bernstein, München